Lesenswertes über Focusing

Buchtipp: Körperweisheit, von Eveline Moor

von Eveline Moor

Die Schweizer Focusing Koordinatorin hat 2017 ein leicht lesbares Buch für Interessierte, Neugierige geschrieben. Von der Praxis für die Praxis: Viele wertvolle Tipps, wie das Leben im Alltag und im helfenden Beruf einfacher und auch innerlich reicher werden kann. Das Buch ist lehrreich, unterhaltsam und informationsreich. Es setzt Focusing in den grösseren Zusammenhang des zeitgeistigen, beschleunigten Lebens.

Bestellen bei: focusing [at] casacivetta [dot] ch / Fr. 25.—
Mehr Information: www.focusingausbildung.ch

Buchrezension F. Morgenthaler, Homöopathie Verband Schweiz 3/2017

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Focusing (Einführung), von Paula Ritz

von Paula Ritz

Der Begriff Focusing kommt vom lateinischen Focus, dem Brennpunkt. Gemeint ist hier, dass Du Deine Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper richtest, also fokussierst.

Focusing ist vor allem eine Haltung sich selber und dem Leben gegenüber. Focusing lebt von einer so genannten inneren Beziehung in dem Sinne, dass jemand Umgang pflegt mit allen Teilen in sich, so wie man das in einer Gemeinschaft tut, die zusammenhält.

Zum anderen ist Focusing eine lern- und lehrbare Methode, mit sich selber in Kontakt zu sein.

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Der Körperbegriff bei E. Gendlin, von Christiane Geiser

von Christiane Geiser


E. Gendlin

Mich interessiert dieses Thema, weil es in der internationalen Focusing-“Szene“, in der ich mich viel bewege, ein interessantes und durchaus auch umstrittenes Gebiet betrifft. Weil Gendlins Philosophie bei den Focusing-Praktizierenden deutlicher ins Bewusstsein kommt bzw. immer mehr Leute seine Philosophie lesen und von ihr aus neu die Praxis Focusing betrachten, verändert sich dort auch einiges.

Mir selber ist es auch so ergangen. Obwohl ich schon immer parallel zum Focusing-Praktizieren und - Lehren auch Gendlins Philosophie gelesen habe, war sie für mich nie leicht zu verstehen. Erst durch mein Vertiefen in das Prozess-Modell und das Übersetzen ins Deutsche zusammen mit meiner Kollegin Donata Schoeller habe ich in den letzten Jahren bemerkt, was für einen grossen Einfluss die Philosophie auf die Praxis haben kann. Das hat mein Verständnis vertieft, meine Lehrtätigkeit und meine Begleitkompetenz verändert.

Eine wichtige Stelle ist die, an der wir mit dem „Körper“ zu tun haben.
Wir kennen das ja alle (von uns selber oder wenn wir Leute begleiten), dass auf die Standard-Frage „Wo im Körper spürst du das?“ oder „Was spürst du im Körper?“ manchmal ganz seltsame Reaktionen kommen.

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Focusing und Homöopathie, von Hermann Gerber

Artikel in der Zeitschrift vom Homöopathie Verband Schweiz

von Hermann Gerber

Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie schrieb 1833 seine letzte Auflage vom Organon der Heilkunst. Das Organon teilte er in Paragraphen ein. Es dient bis heute als Grundlage für die Lehre der Homöopathie und wird dementsprechend, auch als Bibel der Homöopathie" bezeichnet. Der Artikel beginnt mit dem §6 in dem sich S. Hahnemann zur Vorurteilslosigkeit des Therapeuten äußert…

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Focusing in Kürze, von Teresa Dawson

von Teresa Dawson, 2014

Focusing ermöglicht dem Verstand zu erfassen, was wir mit dem Körper bereits wissen.

Der Philosophieprofessor Gene Gendlin, Begründer des Focusing, eröffnete in den 70er Jahren seinen ersten Vortrag in Europa (ETH Zürich) mit dem Satz: "Keine Schule hat die ganze Wahrheit". Jede Methode trägt etwas Besonderes bei. Mit Focusing ist es die Entdeckung des Felt Sense. Wer andere Methoden schätzt, Meditationsformen praktiziert: Focusing verträgt sich bestens damit, weil der Felt Sense ein körpereigener Prozess und überall dabei ist.

Wir empfinden Dinge körperlich, bevor wir sie verstehen. Wir spüren in einer Situation weit mehr, als wir sofort zu sagen vermögen. Dies hinterlässt ein vages Empfinden von 'unfertig, unvollständig' - den Felt Sense. Bringen wir dieses gespürte 'da ist noch Etwas' Schritt für Schritt ins Bewusstsein, gewinnen wir und unsere grossen und kleinen Themen im Leben an Fülle und Klarheit.

Focusing und Bohmscher Dialog, von Christiane Geiser

von Christiane Geiser

Focusing und der Bohmsche Dialog...

...eine gesellschaftspolitische Vision.

Seit einigen Jahren bemühe ich mich um die Formulierung und Erprobung anderer Denk- und Handlungsmuster als derjenigen, die das Individuum in den Mittelpunkt unseres philosophischen und therapeutischen Interesses stellen. Als klientenzentrierte Körperpsycho- therapeutin und Ausbilderin bin ich zwar in der individuumzentrierten Tradition geschult und sozialisiert und meine auch nach wie vor, dass (in unserer Kultur) das Ausgehen vom subjektiven Erleben der Person für viele Belange eine unverzichtbare Herangehensweise ist. Wenden wir uns hingegen relationalen Fragen zu oder bewegen uns im politisch-gesellschaftlich-ökologischen Feld, sind grössere Gebilde als die Einzelperson Träger von Veränderungsprozessen, und wir benötigen angemessenere Modelle als die eines individuellen Prozesses.

Ich will darstellen, was Focusing (ein hervorragendes Verfahren, durch Bezugnahme auf das eigene körperliche Erleben neue Resonanzen in uns entstehen zu lassen) in Bezug auf diese Fragen leisten kann und was nicht. Dann will ich über die Dialogprojekte in der Nachfolge David Bohms berichten, in denen Menschen versuchen, "dem Denken auf die Spur zu kommen" und durch Schulung dialogischer Fähigkeiten eine Art "kollektiver Intelligenz" emergieren zu lassen.

Eine Verschränkung beider Verfahren könnte, so denke ich, eine hohe gesellschaftspolitische Relevanz bekommen.

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Focusing in der Praxis, von Christiane Geiser

“Focusing makes everything else work better“, schreibt Gene Gendlin.Nun, vielleicht funktioniert nicht alles dank Focusing besser – aber ganz viel in unserer Alltags- und Berufspraxis kann von Focusing profitieren.

Dieses Anhalten, dieses sich-Hinwenden zum jetzt gerade stattfindenden Erleben der eigenen Situation kann helfen, das Tempo aus zu schnellen Abläufen herauszunehmen, Prozesse deutlicher wahrzunehmen, verbunden zu bleiben mit dem eigenen Felt Sense in Bezug auf das, was wir gerade tun oder tun wollen. Es ergibt sich ein deutliches „Mehr“, das dann wieder in unsere Tätigkeit einfliessen kann.

In dieser Rubrik schreiben Focusing-Erfahrene, wie sich ihre Arbeit mit Focusing „kreuzt“.

(Christiane Geiser 2014)

Soziale Arbeit und Pädagogik, von Barbara Bösiger

von Barbara Bösiger

Semesterarbeit Fachhochschule Nordwestschweiz
Mit dieser Arbeit geht Barbara Bösiger der möglichen Bedeutung des Focusing für die Soziale Arbeit auf den Grund.

"Da ich im sozialpädagogischen Bereich tätig bin, werde ich mich auf dieses Berufsfeld beschränken. Ich glaube aber, dass Vieles für die gesamte Soziale Arbeit gültig ist. Die Arbeit richtet sich an all jene, die sich für interdisziplinäre Zusammenhänge interessieren. Was bisher aus rein persönlicher Erfahrung und eigenen Überlegungen besteht, werde ich mit theoretischen Hintergründen und Fakten verknüpfen. Ebenso richtet sich die Arbeit an all jene, die der Rolle ihres Körpers bei der Mitgestaltung psychischer Prozesse Beachtung schenken oder dies lernen möchten. Die Arbeit soll mir Gelegenheit geben, tatsächliche Bezugspunkte zwischen einigen Methoden der Sozialpädagogik und Focusing herauszuarbeiten."

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Zwiegespräch mit dem Körper, von Teresa Dawson

Schrittweise durch ein Focusing...

Ein Freund pflegte seinen Leib in drei Etagen zu teilen, den Kopf, die Brust und den Unterleib. Und er wünschte öfters, dass sich die Hausleute der obersten und der untersten Etage besser vertragen könnten." Dies schrieb der deutsche Schriftsteller Georg Christoph Lichtenberg vor 230 Jahren, und dieselben misslichen Wohnverhältnisse sind noch heutzutage weit verbreitet. Unterleib und Kopf können lernen, sich besser zu vertragen. Ein Weg dahin ist Focusing.

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Prozesse weitertragen, von Christiane Geiser

Focusing in Psychotherapie und Beratung

Wir merken, wenn wir richtig verstanden werden. Wir merken auch, wenn wir selber etwas nicht genau haben sagen können. In unseren Gesprächen und Selbstgesprächen kennen wir den Unterschied zwischen „etwas wird zerredet“ und „etwas führt weiter.“
Das ist nicht eine Sache der gewählten Wörter. Es hat zu tun mit einer stimmigen oder unstimmigen Interaktion zwischen Sprache, Situation und unserem inneren Erleben.
Diese Prozess-Vorstellung hat den Philosophen und Psychotherapeuten Gene Gendlin schon immer beschäftigt. Das aus seiner Theoriebildung hervor gegangene Verfahren „Focusing“ ist für viele eine Bereicherung des therapeutischen und beraterischen Alltags geworden.

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Focusing und Musiktherapie, von Randi Coray

von Randi Coray

Focusing ist für mich viel mehr als eine Therapieform. Es ist eine Grundhaltung und eine Art zu sein. Es ist wie eine Friedensarbeit mit sich selbst, in dem ich nichts bekämpfe, sondern annehme, was ist. Sein mit dem, was ist, ermöglicht einen heilsamen Entwicklungsprozess.

20 Jahre ist es her, dass ich meiner Freundin Alice Aebi über meine musiktherapeutische Arbeit erzählte. Sie sagte darauf: “Was du machst, ist Focusing!“. Ich wollte genauer wissen, was Focusing ist, und besuchte Seminare mit Anne Weiser und Barbara McGavin, begegnete E. Gendlin an Veranstaltungen in Zürich und Heidelberg und machte Focusing-Therapie bei Agnes Wild. Langsam formte sich eine Verbindung zwischen Focusing und Musiktherapie, und ich fing an, diese Verbindung zu entwickeln und Erfahrungen zu sammeln. Mit der Zeit kam das Bedürfnis, mehr über Focusing zu lernen und auch meine Arbeit zu überprüfen. Bei Eveline Moor in der Casa Civetta fand ich den richtigen Ort dafür, angefangen mit Basis 1 bis zur Trainerzertifizierung. Zusätzlich besuchte ich Seminare bei Christiane Geiser und Friedgard Blob. Es war eine reiche Zeit mit tiefen Erfahrungen und gut anwendbarem Fachwissen.

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Focusing und Ernährung, von Esther Jost

von Esther Jost

Bei der Ernährung spielt der Bauchraum eine zentrale Rolle. Menschen mit Ernährungsproblemen denken viel über ihre Ernährung nach, sammeln viel Fachwissen rund um ihre Thematik, gestatten es sich aber oft nicht mehr, den Bauchraum wahr zu nehmen. Focusing ist das geeignete Instrument, um in der Ernährungsberatung den Bauch wieder als Heimat von Wahrnehmung zu entdecken. Focusing stellt bei der Verbindung von wissenschaftlichen Fakten und individuellen Bedürfnissen ein wichtiges Bindeglied dar.

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Kreativität, von Corinne Bromundt

von Corinne Bromundt

Ich bin freiberuflich tätig als Illustratorin und Cartoonistin . Seit 1994 erscheinen meine Zeichnungen in verschiedenste Publikationen. Ich arbeite für Zeitungen (St. Galler Tagblatt) , Verlage und Auftraggeber aus Industrie und Werbung und begleite verschiedenste Workshops und Tagungen als Live-Zeichnerin . Seit einigen Jahren bereichern Animation und eine speziellen "Trick-filmtechnik" meine illustrative Arbeit . Ich lebe und arbeite in St. Gallen.
Website: www.bromundt.ch

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Dein Körper - dein Traumdeuter, von Teresa Dawson

Innere Achtsamkeit: mit Focusing Träume verstehen.

von Teresa Dawson

Jeder träumt – individuell, mit eigenen Farben und Gefühlsqualitäten. Deshalb ist Eugene Gendlin überzeugt, dass sich Träume einer allgemein verbindlichen Symbolik entziehen. Träume wollen individuell erschlossen werden. Dabei hilft das Focusing. Eugene Gendlin zeigt in seinem Traum-Buch Schritt für Schritt, wie Träume befragt werden können und wie sich Deutungen über die Verbindung von körperlich Spürbarem, Gefühl und Erleben nach und nach von selbst ergeben. Ein Traum kann aber nicht nur eine aktuelle Situation verdichtet beschreiben, sondern er kann uns auch Neues sagen. Im Unbewussten sind Lösungsschritte oft schon vorhanden.

Das grosse und das kleine Träumen

Unser Inneres entledigt sich jede Nacht unzähliger Eindrücke und Gefühls- verknüpfungen, die sich tagsüber am Rande unserer bewussten Wahrnehmung ansammeln. Unser Körper ist fähig, extrem viele äussere Impulse gleichzeitig zu registrieren, wählt, welche davon nützlich sind für die gegebene Situation. Ein blitzschnelles, unbewusstes Vorgehen.

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Thinking at the edge TAE, von Hanspeter Mühlethaler

Thinking at the Edge TAE ist eine auf den Prinzipien von Focusing aufbauende Philosophische Praxis. Es ermutigt uns, aus dem inneren Erleben eigenständig und kreativ über irgendein Thema nachzudenken, zu dem wir eine persönliche Beziehung haben. Es lässt sich in einer Vielfalt von Situationen anwenden, zum Beispiel:

  • In Schreibprozessen und Lehrsituationen
  • Für Lösungsfindungen aller Art
  • Für Strategie- und Leitbildentwicklungen

Es kann in Einzelcoachings, in Gruppenprozesse oder in der partnerschaftlichen Arbeit durchgeführt werden. Mit der Übung von TAE entwickelt man eine spezifische Grundhaltung, die hilfreich für den Alltag ist – man nimmt sich selbst und die Welt auf eine veränderte Art wahr. Wir stellen fest, dass Worte, Begriffe weniger Dinge beschreiben wie z. B. ein Stuhl. Sie beschreiben viel mehr, was sie in uns bewirken, sie haben eine funktionale Bedeutung. Einander Verstehen bedeutet letztlich auszutauschen, was die Sprache in uns bewirkt.

TAE baut auf Gendlins Philosophie des Impliziten auf. Wenn wir uns auf die Resonanz einlassen, die Begriffe in uns auslösen und daraus entstehende gefühlte Bedeutungen ernst nehmen, kann ein kreativer Prozess in Gange kommen, der uns ganz neue Aspekte offenbart.
TAE als Lehrmethode besteht aus verschiedenen strukturierten Übungen, die für sich Focusingprozesse sind. (Hanspeter Mühlethaler 2014)

T A E - eine philosophische Praxis

von Hanspeter Mühlethaler

Einleitung

Unser Denken ist durch viele, uns mehr oder weniger bewusste Vorgaben eingeschränkt. Diese können von aussen kommen, oder wir haben sie uns selbst auferlegt. Kreativität bedeutet, solche Muster zu durchbrechen und Lösungen ausserhalb dieser Begrenzungen zu finden. Als Metapher wird oft das folgende Rätsel aufgeführt:

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